Ethereum hängt direkt auf einer entscheidenden Marke fest und nähert sich dem Support bei 1.660 USD. Das Volumen bleibt schwach, der RSI rutscht in die Schwächezone, und auch die 50- sowie 200-Tage-Linie liegen klar oberhalb des Kurses. Hält die Zone nicht, könnte sich die Korrektur in Richtung 1.590 und 1.510 USD beschleunigen.
Das Wichtigste in Kürze
Kurs an der Kippe: Ethereum notiert bei 1.663 USD und liegt damit praktisch auf der Support-Marke bei 1.660 USD.
Trend klar bärisch: Der Kurs liegt 16 Prozent unter der 50-Tage-Linie und rund 30 Prozent unter der 200-Tage-Linie.
Support entscheidet: Verteidigt ETH die 1.660 USD nicht, ist 1.590 USD die nächste Auffanglinie, darunter droht der Test des Monatstiefs bei 1.510 USD.
Momentum schwach: Der RSI bei 42 zeigt keine Stärke, aber auch noch keine überverkaufte Lage.
KI sieht Erholungspotenzial: Bis Ende 2026 verortet das Modell ETH im Mittel bei rund 2.100 USD, mit Spanne zwischen 1.636 und 2.441 USD.
Was ist beim Ethereum-Kurs passiert?
Ethereum notiert aktuell bei 1.663 USD und damit 3,8 Prozent tiefer als am Vortag. Auf Wochensicht steht ein Minus von 7,3 Prozent zu Buche, im 30-Tage-Vergleich sogar von rund 20 Prozent. Das Wochenhoch lag bei 1.830 USD, der Kurs hat sich also klar von der oberen Range entfernt und nähert sich dem unteren Ende.
Auffällig ist vor allem das Volumen: Mit rund 11,1 Milliarden USD liegt der 24-Stunden-Umsatz etwa 23 Prozent unter dem 30-Tage-Schnitt. Der Abverkauf erfolgt also nicht unter Panik-Volumen, was die Bewegung weniger dramatisch, aber auch weniger ausgereizt wirken lässt.
Wichtige Kursmarken für Ethereum
Diese Zonen sind jetzt entscheidend: Der Widerstand bei 1.810 USD markiert das Wochenhoch und damit das nächste größere Hindernis, darüber würde sich das kurzfristige Bild spürbar aufhellen. Auf der Unterseite stützt die Zone um 1.660 USD, auf der der Kurs aktuell direkt aufsitzt. Bricht ETH darunter, rückt zunächst der sekundäre Support bei 1.590 USD in den Fokus, gefolgt vom Monatstief bei 1.510 USD.

Ethereum-Indikatoren: RSI, MACD und Volumen
Die drei Indikatoren liefern aktuell ein gemischtes Bild. Der RSI bei 42 zeigt klare Schwäche, ist aber noch nicht im überverkauften Bereich, der Markt hat also weiter Spielraum nach unten. Der MACD notiert mit -65 zwar tief im negativen Bereich, das Histogramm dreht jedoch seit einigen Tagen wieder leicht nach oben, was als vorsichtig konstruktives Signal gelesen werden kann. Das Volumen liegt rund 23 Prozent unter dem 30-Tage-Schnitt, was zeigt, dass der Abverkauf nicht von einer breiten Verkaufswelle getragen wird. In Summe spricht das für eine angeschlagene, aber nicht panische Lage, in der der Support bei 1.660 USD jetzt die entscheidende Bewährungsprobe ist.
Relative Strength Index
MACD
KI-Prognose für Ethereum
Auf Sicht zum Jahresende 2026 ordnet unser KI-Prognosemodell Ethereum in einer breiten Spanne zwischen 1.636 USD im konservativen und 2.441 USD im optimistischen Szenario ein. Der zentrale Erwartungswert liegt bei rund 2.101 USD, ist aber kein Punktziel, sondern der Mittelwert einer breiten Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Wichtiger als der Mittelwert ist deshalb die Range selbst, weil sie zeigt, wie groß die Unsicherheit auf Sicht zum Jahresende bleibt. Im konservativen Fall läge das Abwärtsrisiko bei rund 1,8 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs, im optimistischen Fall ergäbe sich ein Aufwärtspotenzial von etwa 46,6 Prozent. Damit zeichnet das Modell ein deutlich asymmetrisches Bild, das die aktuelle Schwäche eher als Korrektur in einem größeren Erholungsraum einordnet.
Was könnte jetzt passieren?
Bullisches Szenario
Für ein bullisches Bild müsste Ethereum den Widerstand bei 1.810 USD zurückerobern, idealerweise mit deutlich anziehendem Volumen. In diesem Fall wäre der aktuelle Rücksetzer als Test der Support-Zone abgehakt und das kurzfristige Bild würde sich klar verbessern. Voraussetzung ist, dass der RSI weiter dreht, ohne sofort zu überhitzen, und der MACD seinen positiven Impuls aus dem Histogramm bestätigt. Solange der Support bei 1.660 USD nicht mehr nachhaltig unterschritten wird, bleibt diese Variante offen. Über 1.900 USD wäre dann der Weg in Richtung 2.140 USD als nächste größere Orientierung frei.
Trigger: > 1.810 USD mit erhöhtem Volumen
Bärisches Szenario
Bärisch wird es, wenn der Support bei 1.660 USD nachhaltig fällt. Dann wäre die letzte Auffangzone der vergangenen Wochen verloren und das kurzfristige Bild würde sich spürbar eintrüben. Die nächste Orientierung läge bei 1.590 USD, gefolgt vom Monatstief bei 1.510 USD, an dem sich zeigen müsste, ob auf niedrigerem Niveau erneut Nachfrage zurückkommt. Ein Rutsch unter 1.510 USD würde den mittelfristigen Abwärtstrend deutlich verschärfen, zumal der Kurs ohnehin klar unter 50- und 200-Tage-Linie notiert. Solange das Volumen so dünn bleibt wie zuletzt, fehlt allerdings auch der Treiber für einen forcierten Abverkauf.
Trigger: < 1.660 USD
Fazit: 1.660 USD entscheidet die Richtung
Das technische Bild bleibt angeschlagen, der Kurs liegt klar unter beiden gleitenden Durchschnitten und der RSI zeigt Schwäche. Entscheidend ist jetzt der Support bei 1.660 USD, auf dem Ethereum praktisch direkt aufsitzt.
Hält die Zone, hätten die Käufer die Chance auf eine Gegenbewegung in Richtung 1.810 USD, gestützt durch das langsam drehende MACD-Histogramm. Bricht sie dagegen, rücken 1.590 USD und das Monatstief bei 1.510 USD in den Fokus, und der mittelfristige Trend würde weiter belastet. Das schwache Volumen spricht aktuell weder klar für die Bullen noch für eine Verkaufspanik. Die nächsten Handelstage dürften die Richtung vorgeben.
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Weiter zu BitvavoSeit 2017 beschäftigt sich Philipp Duringer intensiv mit Bitcoin, Kryptowährungen und digitalen Finanzmärkten. Als Gründer von kryptovergleich.de verfolgt er das Ziel, Krypto-Themen einfacher, transparenter und besser vergleichbar zu machen. Dabei verbindet er fundiertes Krypto-Verständnis mit über 15 Jahren technischer Erfahrung in IT und digitalen Produkten.
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