Ethereum steht unter Druck und nähert sich gefährlich der Support-Zone bei 2.040 USD. Der MACD bleibt klar bärisch, der RSI rutscht in Richtung Schwächezone und der Kurs notiert deutlich unter beiden gleitenden Durchschnitten. Hält der Support nicht, droht ein schneller Abverkauf bis ins Monatstief.
Das Wichtigste in Kürze
Druck nimmt zu: Ethereum notiert bei 2.081 USD und verliert auf 30-Tage-Sicht über 10 Prozent.
Trend klar negativ: Der Kurs liegt rund 8 Prozent unter dem 50er- und 18 Prozent unter dem 200er-Durchschnitt.
Support muss halten: Bei 2.040 USD verläuft die entscheidende Zone, darunter wartet das Monatstief bei 2.020 USD.
Momentum schwächelt: Der RSI bei 39 zeigt nachlassendes Kaufinteresse, ohne bereits überverkauft zu sein.
KI sieht Erholungspotenzial: Bis Jahresende 2026 sieht das Modell im Mittel rund 3.134 USD, also etwa 51 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Was ist beim Ethereum-Kurs passiert?
Ethereum notiert aktuell bei 2.081 USD und liegt damit auf Wochensicht rund 2,3 Prozent im Minus. Noch deutlicher zeigt sich die Schwäche im 30-Tage-Bild: Hier hat ETH über 10 Prozent verloren und ist vom Monatshoch bei 2.420 USD spürbar zurückgekommen.
Das Wochenhoch lag bei 2.150 USD, das Wochentief bei 2.020 USD und damit nahe am Monatstief. Auffällig ist vor allem das Volumen: Mit rund 14,9 Milliarden USD bewegt es sich praktisch exakt im 30-Tage-Schnitt, der Abverkauf läuft also ohne echte Panik, aber auch ohne sichtbare Käufer.
Wichtige Kursmarken für Ethereum
Diese Zonen sind jetzt wichtig: Der Widerstand bei 2.170 USD ist die nächste Hürde, darüber würde sich das kurzfristige Bild spürbar entspannen, gefolgt vom sekundären Widerstand bei 2.220 USD. Auf der Unterseite stützt der Bereich um 2.040 USD, hier verläuft die zentrale Entscheidungsmarke. Fällt Ethereum darunter, ist das Monatstief bei 2.020 USD die nächste Orientierung, darunter rückt der sekundäre Support bei 1.970 USD in den Fokus.

Ethereum-Indikatoren: RSI, MACD und Volumen
Drei Indikatoren liefern aktuell ein überwiegend bärisches Bild. Der RSI bei 39 signalisiert nachlassendes Kaufinteresse, ist aber noch nicht im klar überverkauften Bereich, das lässt Spielraum nach unten. Der MACD steht bei -51,7 und bleibt klar bärisch, das Histogramm zeigt zwar eine leichte Aufhellung der zuletzt extremen Negativwerte, ein echtes Trendwendesignal ist daraus aber noch nicht abzulesen. Das Volumen liegt mit rund 5 Prozent über dem 30-Tage-Schnitt im Normalbereich, eine starke Reaktion der Käufer fehlt also bislang. In Summe zeigt das Bild: Der Abwärtsdruck dominiert, und solange das Volumen nicht spürbar anspringt, bleibt jede Erholung anfällig.
Relative Strength Index
MACD
KI-Prognose für Ethereum
Auf Sicht zum Jahresende 2026 ordnet unser KI-Prognosemodell Ethereum in eine breite Spanne zwischen 2.322 USD und 4.230 USD ein. Der zentrale Erwartungswert liegt bei rund 3.134 USD, dabei handelt es sich aber ausdrücklich nicht um ein Punktziel, sondern um den Mittelwert einer breiten Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Deutlich aussagekräftiger ist deshalb die Range selbst, denn sie spiegelt wider, wie groß die Unsicherheit im aktuellen Marktumfeld ist. Im konservativen Fall liegt das Modell rund 11,6 Prozent über dem aktuellen Kurs, im optimistischen Szenario wären es etwa 103 Prozent Aufwärtspotenzial. Das zeigt: Trotz aktuell schwacher Charttechnik bleibt das mittelfristige Bild aus Modellsicht klar konstruktiv, kurzfristig muss ETH den Support aber erst stabilisieren.
Was könnte jetzt passieren?
Bullisches Szenario
Springt Ethereum klar über den Widerstand bei 2.170 USD, würde sich das angeschlagene kurzfristige Bild spürbar verbessern. Über dieser Marke käme der sekundäre Widerstand bei 2.220 USD in den Fokus, darüber öffnet sich Raum bis ins Monatshoch bei 2.420 USD. Voraussetzung wäre, dass der MACD endlich dreht und das Volumen die Bewegung mitträgt, denn ohne Volumen droht ein erneuter Fehlausbruch. Solange ETH dabei oberhalb von 2.040 USD bleibt, hat dieses Szenario eine realistische Chance.
Trigger: > 2.170 USD mit erhöhtem Volumen
Bärisches Szenario
Bricht Ethereum den Support bei 2.040 USD auf Tagesschlussbasis, verschlechtert sich das Bild deutlich. Die nächste Orientierung läge dann beim Monatstief um 2.020 USD, darunter wartet der sekundäre Support bei 1.970 USD als letzte größere Auffangzone. Da MACD und Trendlage ohnehin bärisch sind, würde ein Bruch dieser Zone das Risiko einer Beschleunigung der Korrektur deutlich erhöhen. Ein Rückfall unter 1.970 USD würde auch den mittelfristigen Trend stärker belasten.
Trigger: < 2.040 USD
Fazit: 2.040-Marke entscheidet die Richtung
Das technische Bild bei Ethereum ist aktuell fragil, denn Kurs unter beiden gleitenden Durchschnitten, bärischer MACD und ein schwächelnder RSI sprechen klar gegen die Käufer. Entscheidend ist jetzt die Support-Zone um 2.040 USD, denn hier verläuft die Trennlinie zwischen Stabilisierung und nächstem Abverkauf.
Hält der Support und gelingt zusätzlich ein Sprung über 2.170 USD, wäre der Weg zurück Richtung 2.220 bis 2.420 USD frei. Bricht die Marke dagegen, rücken das Monatstief bei 2.020 USD und der sekundäre Support bei 1.970 USD schnell in den Fokus. Solange das Volumen keine echte Käuferreaktion zeigt, bleibt jede Erholung anfällig. Die nächsten Handelstage dürften die Richtung vorgeben.
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Weiter zu BitvavoSeit 2017 beschäftigt sich Philipp Duringer intensiv mit Bitcoin, Kryptowährungen und digitalen Finanzmärkten. Als Gründer von kryptovergleich.de verfolgt er das Ziel, Krypto-Themen einfacher, transparenter und besser vergleichbar zu machen. Dabei verbindet er fundiertes Krypto-Verständnis mit über 15 Jahren technischer Erfahrung in IT und digitalen Produkten.
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