So berechnen wir die Scalable Capital Gebühren
Gebühren bei Krypto-Börsen sind oft schwer vergleichbar. Viele Anbieter nennen zwar ihre Spot-Gebühren für den Handel über das Orderbuch, doch die meisten Einsteiger nutzen stattdessen den einfachen Direktkauf. Genau dort bleiben die tatsächlichen Kosten häufig unklar, weil neben sichtbaren Gebühren oft auch ein zusätzlicher Spread anfällt, der nur selten transparent ausgewiesen wird. Deshalb erstellen wir unsere Gebühren-Dashboards und testen die Kaufkosten unter möglichst realistischen Bedingungen aus Nutzersicht.

Unsere Testmethodik
Für unsere Kostenermittlung simulieren wir einen realen Kauf auf Scalable Capital. Dabei gehen wir bewusst den einfachsten Weg, den auch ein typischer Nutzer gehen würde: den Sofortkauf (Instant Buy), sofern verfügbar. Unser Standard-Testbetrag liegt bei 500 €, als Referenz-Asset nutzen wir Bitcoin.
Um möglichst belastbare Werte zu erhalten, führen wir mehrere Tests an einem Tag zu unterschiedlichen Tageszeiten durch und bilden daraus Durchschnittswerte. Das ist besonders beim Spread wichtig, da dieser sich je nach Marktlage, Liquidität und Tageszeit dynamisch verändern kann.
Was wir messen
Die Gesamtkosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: den Handelsgebühren, also dem Prozentsatz, den Scalable Capital pro Kauf oder Verkauf berechnet, und dem Spread. Der Spread ist die Differenz zwischen dem aktuellen Marktpreis und dem tatsächlichen Kaufpreis – ein Aufschlag, den der Anbieter selbst festlegt und der häufig den größeren Teil der Gesamtkosten ausmacht. Beide Werte zusammen ergeben die geschätzten Gesamtkosten pro Trade.
Was wir bewusst nicht abdecken
Unsere Berechnung bildet die Kernkosten eines einfachen Kaufs ab. Einige Faktoren, die deine individuellen Kosten beeinflussen können, berücksichtigen wir bewusst nicht, da sie je nach Nutzer stark variieren:
- Ein- und Auszahlungsgebühren (je nach Zahlungsmethode)
- Netzwerkgebühren bei Transfers auf eine externe Wallet
- Eventuelle Verwahrungsgebühren
- Fremdwährungsgebühren
- Rabatte durch VIP- oder Vieltrader-Programme
- Günstigere Konditionen im Pro- oder Advanced-Handel (z. B. Bitpanda Fusion, Coinbase Advanced oder Kraken Pro)
- Unterschiede je nach Land, Währung oder App- bzw. Web-Version
Bei Börsen mit Pro-Versionen oder erweiterten Handelsplattformen können die Gebühren deutlich günstiger ausfallen. Diese werden als Zusatzinfo auf der jeweiligen Gebührenseite erwähnt, fließen aber nicht in unseren Hauptvergleich ein.
So solltest du die Werte einordnen
Die auf dieser Seite angegebenen Werte sind geschätzte Durchschnittswerte und keine Preisgarantie. Deine tatsächlichen Kosten bei Scalable Capital können je nach Kryptowährung, Kaufzeitpunkt, Ordervolumen und gewählter Zahlungsmethode abweichen. Manche Börsen berechnen für verschiedene Asset-Kategorien (z. B. Bitcoin, Altcoins, Stablecoins) unterschiedliche Gebühren oder Spreads. Weniger liquide Kryptowährungen haben in der Regel einen höheren Spread als Bitcoin oder Ethereum. Auch beim Verkauf fallen prozentuale Gebühren an, die bei höheren Beträgen entsprechend steigen.
Wer gezielt über den Spot-Markt handelt oder größere Volumina bewegt, kann je nach Plattform auch günstigere Konditionen erhalten. Für die meisten Nutzer ist jedoch entscheidend, was beim einfachsten Kaufweg tatsächlich an Kosten anfällt – und genau darauf konzentriert sich unser Test.
Unsere Angaben ersetzen nicht die offiziellen Gebühreninformationen von Scalable Capital. Die vollständige Gebührenübersicht findest du auf der Gebührenseite von Scalable Capital.
Wie wir die Kostentransparenz bewerten
Neben den reinen Kosten bewerten wir auch, wie offen Scalable Capital mit seinen Gebühren umgeht. Dafür prüfen wir drei Kriterien:
- Gibt es eine dedizierte Gebührenseite mit klaren Angaben?
- Sind die Kosten vor dem Kauf im Kaufprozess sichtbar?
- Wird der Spread separat ausgewiesen?
Je mehr dieser Kriterien erfüllt sind, desto höher fällt unsere Bewertung aus. Die Kostentransparenz stufen wir als niedrig, mittel oder hoch ein.